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Schweinegrippe-Alarm: Fakten und Schutzmaßnahmen
Die Schweinegrippe hat sich in Windeseile über die ganze Welt verbreitet. Jeden Tag werden neue Infektionen und Todesfälle bekannt, niemand scheint sicher. Was ist die Schweinegrippe überhaupt? Wo kommt sie her? Was tun, wenn jemand infiziert wurde? Und das Wichtigste: Wie kann man sich schützen? Alle wichtigen Fakten und Verhaltensregeln zur Schweinegrippe.
Die so genannte Schweinegrippe ist im Grunde eine Form der Influenza, der Grippe also. Aufgrund einer neuen Variante der Influenzaviren wirken herkömmliche Medikamente aber teilweise nicht. Patienten, die gar nicht oder falsch behandelt werden, können deshalb im schlimmsten Fall sterben.
Der Begriff "Schweinegrippe" ist übrigens irreführend, da bisher nur Übertragungen von Mensch zu Mensch nachgewiesen wurden. Im April 2009 wurde die neue Form der Influenza in den USA erstmals entdeckt und von dort aus innerhalb weniger Tage offensichtlich nach Mexiko verschleppt. Dort geriet die Infektion durch ungewöhnlich viele Krankheitsfälle erstmals in die Medien. Ende April breitete sich das Virus über die ganze Welt aus.
Droht nun eine weltweite Epidemie mit zahlreichen Todesfällen? Das ist trotz unzähliger Horrormeldungen unwahrscheinlich. Dennoch darf die Grippe nicht unterschätzt werden. Das richtige Verhalten hilft, die Ausbreitung einzudämmen und schlimme Folgen zu verhindern.
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Infizierungen vermeiden
Schweinegrippe abwehren: Zehn Sofortmaßnahmen
Das Virus kann durch die so genannte "Tröpfcheninfektion" weitergegeben werden. Das bedeutet, dass ein Händedruck, Husten oder Niesen und körperlicher Kontakt ausreichen können, um sich zu infizieren. Theoretisch kann man sich die Grippe also überall einfangen. Wenn sich die Krankheit weiter ausbreitet, sollten Sie Kontakt mit vielen fremden Menschen meiden. Nehmen Sie zur Abwechslung das Fahrrad und nicht den Bus oder die Bahn. Auch der Theater- oder Kinobesuch muss abgewogen werden. Verfolgen Sie die Entwicklung der Krankheit und informieren Sie sich, ob es in Ihrer Gegend Fälle gibt.
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Besonders gefährdete Gruppen
Schweinegrippe abwehren: Zehn Sofortmaßnahmen
Generell kann jeder Schweinegrippe bekommen. Besonders gefährdet sind aber Kleinkinder, alte Menschen und Kranke. Deren Immunsystem ist oft noch nicht, oder nicht mehr so leistungsfähig. Die Viren gelangen leichter in den Körper und breiten sich schneller aus. Hier ist besondere Vorsicht geboten. Sobald erste Anzeichen auftreten, müssen die Betroffenen ins Krankenhaus zur Untersuchung. Lieber einmal zu oft in die Klinik, als einmal zu wenig! Denn sind die Viren erst mal im Körper, verläuft die Krankheit sehr schnell und schwächt uns zusätzlich.
Tipp: Treiben Sie viel Sport und ernähren Sie sich gesund. Ihr Immunsystem wird leistungsfähiger und Viren haben weniger Chancen.
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Schätzen Sie das Risiko ab
Schweinegrippe abwehren: Zehn Sofortmaßnahmen
Weltweit wurden bisher 2371 Fälle gemeldet, 44 davon endeten tödlich (Stand: 07.05.2009). In Deutschland sind bisher zehn Fälle bekannt. Das heißt, nur 0,0000125 Prozent der Bevölkerung sind bis jetzt erkrankt! Von einer flächendeckenden Epidemie kann also keine Rede sein, grobe Einschränkungen sind (noch) nicht zwangsläufig notwendig. Dennoch sollten Sie die Augen offen halten. Bei einer weiteren Ausbreitung der Krankheit ist es ratsam, Kinder nicht in die Schule oder Kindergärten zu schicken und Menschenmengen zu meiden. Sprechen Sie mit den Verantwortlichen der Einrichtungen, beobachten Sie den Gesundheitszustand Ihrer Kinder noch sorgfältiger als zuvor.
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Auf Sauberkeit achten
Schweinegrippe abwehren: Zehn Sofortmaßnahmen
Besonders wichtig ist es, sich öfter als gewöhnlich die Hände mit fließendem Wasser zu waschen und auf Sauberkeit zu achten. Fassen Sie sich nicht mit den Händen ins Gesicht und benutzen Sie desinfizierende Seifen. Sind in Ihrer Umgebung Schweinegrippefälle bekannt, dann vermeiden Sie Händeschütteln und achten Sie bei Gesprächen auf Abstand.
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Sofortmaßnahmen bei ersten Symptomen
Schweinegrippe abwehren: Zehn Sofortmaßnahmen
Die Grippeviren entfalten überfallartig ihre Wirkung. Binnen weniger Minuten nach dem Ausbruch fühlen Sie sich schlapp, müde, die Glieder schmerzen, der Kreislauf versagt und Sie hutsten verstärkt. Kopfschmerzen und hohes Fieber sind häufige Begleiterscheinungen. Leiden Sie unter diesen Symptomen, dann müssen Sie so schnell wie möglich ins Krankenhaus. Fahren Sie nicht selbst Auto und nutzen Sie keine öffentlichen Verkehrsmittel, sondern alamieren Sie den Rettungsdienst. In den allermeisten Fällen entpuppt sich die Krankheit als ganz normale Sommergrippe. Doch wer sich nicht umgehend untersuchen lässt, riskiert sein eigenes Leben und das anderer.
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So schützen Sie sich
Schweinegrippe abwehren: Zehn Sofortmaßnahmen
Zeigt ein Familienmitglied Symptome der Schweinegrippe, ist höchste Vorsicht geboten. Rufen Sie zuerst einen Krankenwagen. Schützen Sie sich selbst mit einem Mundschutz und mit Gummihandschuhen. Achten Sie darauf, dass bis zum Eintreffen des Arztes möglichst wenig Menschen in Kontakt mit dem Betroffenen kommen. Fassen Sie sich niemals ins Gesicht. Entsorgen Sie die Handschuhe umgehend. Wenn Sie länger mit betroffenen Personen zu tun haben, dann wechseln Sie die Handschuhe regelmäßig. Waschen Sie sich nach dem Kontakt mit desinfizierender Seife komplett ab. Alle Personen, die in den letzten drei Tagen Kontakt mit einem Infizierten hatten, müssen sich bei Bestätigung des Verdachts ebenfalls untersuchen lassen.
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Sofort ins Krankenhaus
Schweinegrippe abwehren: Zehn Sofortmaßnahmen
Sobald sich der Verdacht einer Schweinegrippeinfektion verhärtet, muss der Betroffene umgehend ins Krankenhaus. Je schneller die Einlieferung, desto schneller können Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Informieren Sie den Rettungsdienst bereits beim Anruf über Ihren Verdacht, damit die Sanitäter sich schützen können. Klären Sie die Rettungskräfte vor Ort genau über Symptome, Entwicklung und Besonderheiten auf. Jeder Arzt ist zudem verpflichtet, Schweinegrippeinfektionen umgehend zu melden.
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Helfen Sie den Ärzten
Schweinegrippe abwehren: Zehn Sofortmaßnahmen
Im Krankenhaus werden die Betroffenen mit Oseltamivir oder Zanamivir behandelt. Diese beiden Grippeschutzmittel hemmen die weitere Verbreitung des Virus. Außerdem werden Maßnahmen eingeleitet, um das Fieber zu senken und den Kreislauf zu stabilisieren. Werden die Betroffenen schnellstmöglich eingeliefert, stehen die Heilungschancen sehr, sehr gut. Sie können den Ärzten helfen, indem Sie genaue Angaben über Krankheiten des Betroffenen machen und Medikamente nennen, die dieser einnimmt. Nebenwirkungen und Komplikationen können so vermieden werden.
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Diese Medikamente helfen
Schweinegrippe abwehren: Zehn Sofortmaßnahmen
Die Schweinegrippe kann mit den genannten Medikamenten Zanamivir und Oseltamivir behandelt werden. Ersteres ist für Kinder ab dem ersten Lebensjahr geeignet, mögliche Nebenwirkungen sind Erbrechen und Übelkeit. Oseltamivir ist für Kinder ab 12 Jahren geeignet. Hier sind Atemnot und im schlimmsten Fall Asthma mögliche Nebenwirkungen. Beide Medikamente sind verschreibungspflichtig, die Kassen zahlen voll.
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Impfungen fehlen bislang
Schweinegrippe abwehren: Zehn Sofortmaßnahmen
Impfungen gegen das Virus gibt es noch nicht, auch die Einnahme der Medikamente als Präventivmaßnahme ist nutzlos. Strittig ist, ob eine normale Grippeschutzimpfung hilft. Einige Experten glauben, dass bei geimpften die Krankheit harmloser verläuft, andere bezweifeln dies. Sie sollten sich auf keinen Fall darauf verlassen.
Noch einmal: Versuchen Sie niemals auf eigene Faust, die Grippe in den Griff zu bekommen. Rufen Sie bei Vedachtsfällen ohne Ausnahme und so schnell wie möglich den Rettungsdienst! Nur dann stehen die Heilungschancen extrem gut. Informieren Sie außerdem Personen, die in den letzten Tagen mit dem Infizierten in Kontakt getreten sind.
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